Gemeinde St. Maria-Magdalena  -  Pfarramt  -  Advokatenweg 48  -  06114 Halle (Saale)      Impressum

Geschichte in Zahlen

25. Mai 1484  Der Grundstein für die Moritzburg wird im Westflügel gelegt. Damit sind auch die Pläne für die Kapelle vorhanden. Der Magdeburger Erzbischof Ernst von Wettin hat damit ein Bollwerk, um die Stadt Halle zu beherrschen. 1503  In der Kapelle werden erzbischöfliche Messen gehalten. 1509  Als einziger Steinzeuge gilt ein Wappengeviert am Westgiebel in der Kapelle. Er weist darauf hin, dass Erzbischof Ernst von Magdeburg diese Hofkapelle in Nutzung hatte. Ein Weihedatum ist nicht verbrieft. Hofgottesdienste gab es schon in der ersten Phase der Fertigstellung. 22. Juli 1514  Das ist der Maria-Magdalena-Tag, an dem Kardinal Albrecht die Kapelle nach der Weihe mit einer Wappentafel versieht. Sie ist das erste Frührenaissance-Kunstwerk in Halle. Die Kapelle dient auch der Zeigung des "Halleschen Heiltums“, einer berühmten Sammlung kostbarer Reliquien. 1517  Während Martin Luther seine 95 Thesen an den Kardinal richtet, weilt dieser gerade in Mainz. In Halle finden sie große Resonanz. 1637  Burgbrand und Zerstörung des Mittelgewölbes. Einbau einer Flachdecke. Nutzung durch die Administratoren. 1690  Hugenotten feiern ihre ersten Gottesdienste. Umzug 1805 in den Dom. Ab 1805  Heu- und Strohmagazin, Vorratsraum, dann Lazarettgebäude 1817  Vermietung an die Universität. Holzlager, Reifenmagazin der Salinenbehörde. 1838  Vorschlag des Universitätskurators: Umbau zum Universitätsgebäude 1847  Ankauf der Kapelle durch den Preußischen Staat bis 1870  militärisch genutzt; verwundete Franzosen waren einquartiert. 1894  Universitätsjubiläum als Anlass: Beginn der Planung zur Rekonstruktion und Umgestaltung als Universitätskirche. Am 9. Mai 1899 erfolgt die Einweihung als Universitätskirche. 16. Oktober 1921 Die Altlutherische Gemeinde (gegründet am 18.1.1834 in Halle) bekommt das Nutzungsrecht für ihre Gottesdienste, die bis heute regelmäßig als Lutherische Messen gefeiert werden.
Wappengeviert am Westgiebel 1509 Das Wappen zeigt im durch ein Kreuz viergeteilten Feld zweimal 3 stilisierte Salbgefäße und zweimal 3 spitze Salzkörbe der Hallknechte, der Halloren. Die Salbgefäße sind das Zeichen der Maria-Magdalena, der Heiligen, der die Kapelle als Schutzpatronin anbefohlen wurde. Die Salzkörbe deuten an, woher das Geld und die Menschen kamen, die die Lasten des Baues trugen. siehe auch: Wappen und Siegel
Moritzburg um 1900 (Quelle: Wikipedia) Reastaurierung der Magdalenenkapelle   März 1993