{"id":1171,"date":"2023-06-21T20:25:28","date_gmt":"2023-06-21T20:25:28","guid":{"rendered":"https:\/\/halle-selk.de\/?page_id=1171"},"modified":"2026-05-24T06:11:24","modified_gmt":"2026-05-24T06:11:24","slug":"das-abendmahl","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/halle-selk.de\/?page_id=1171","title":{"rendered":"Das Abendmahl"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"is-layout-flex wp-container-3 wp-block-columns\">\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\" style=\"flex-basis:33.33%\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/TitelAbendmahl-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1178\" srcset=\"https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/TitelAbendmahl-683x1024.jpg 683w, https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/TitelAbendmahl-200x300.jpg 200w, https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/TitelAbendmahl.jpg 760w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Altar der Magdalenenkapelle, <br>vorbereitet zum Heiligen Abendmahl<\/figcaption><\/figure><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p class=\"has-accent-color has-base-background-color has-text-color has-background has-medium-font-size\">Unser Herr Jesus Christus in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach\u2019s und gab\u2019s seinen J\u00fcngern und sprach: \u201eNehmet hin und esset: <br><strong>Das ist + mein Leib<\/strong>, der <em>f\u00fcr euch gegeben<\/em> wird. Solches tut zu meinem Ged\u00e4chtnis.\u201c <br><br>Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte und gab ihnen den und sprach: <br>\u201eNehmet hin und trinket alle daraus: <strong>Dieser Kelch ist das neue Testament in + meinem Blut<\/strong>, das f<em>\u00fcr euch vergossen<\/em> wird zur Vergebung der S\u00fcnden. <br>Solches tut, sooft ihr\u2032s trinket, zu meinem Ged\u00e4chtnis.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile has-base-background-color has-background\" style=\"grid-template-columns:23% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/quad_KleinerKatechismus-300x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1184 size-medium\" srcset=\"https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/quad_KleinerKatechismus-300x300.jpg 300w, https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/quad_KleinerKatechismus-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/quad_KleinerKatechismus-150x150.jpg 150w, https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/quad_KleinerKatechismus-768x768.jpg 768w, https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/quad_KleinerKatechismus-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/quad_KleinerKatechismus.jpg 1800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-contrast-color has-text-color\"><br><strong>Kleiner Katechismus  (Martin Luther)<\/strong><br>5. Hauptst\u00fcck, 1. Frage: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-accent-color has-text-color\"><strong>Was ist das Sakrament des Altars? <\/strong><br>Es ist der wahre Leib und Blut unsers Herrn Jesus Christus, unter dem Brot und Wein uns Christen zu essen und zu trinken von Christus selbst eingesetzt.<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"has-accent-color has-text-color\" id=\"AbendmahlGespraech\"><strong>Gespr\u00e4ch mit dem Pastor vor dem ersten Abendmahlsempfang?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wer zum ersten Mal in unserer Gemeinde das heilige Abendmahl empfangen will, den bitten wir im Vorfeld des Gottesdienstes mit dem Pastor zu sprechen. Der Hintergrund dieser Bitte ist die Praxis des geschlossenen Abendmahlstisches (weitere Informationen dazu finden Sie unten in den Ausf\u00fchrungen \u201e<a href=\"https:\/\/halle-selk.de\/?page_id=1171\/#AbendmahlGeschlossenerTisch\">Die Praxis des geschlossenen Abendmahlstisches<\/a>\u201c von Pfr. Dr. Gottfried Martens), die zum einen seelsorgerliche Gr\u00fcnde hat und zum anderen darauf basiert, dass wir durch das biblische Zeugnis und den Bekenntnisschriften der lutherischen Kirche, die mit diesem \u00fcbereinstimmen, davon \u00fcberzeugt sind, dass Abendmahlsgemeinschaft zugleich Kirchengemeinschaft ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist damit gemeint?<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKirchengemeinschaft ist Ausdruck vorhandener Lehr\u00fcbereinstimmung in Verk\u00fcndigung und Sakramentsspendung. Sie hat die gemeinsame Verk\u00fcndigung und Mission, die wechselseitige Zulassung zu den Sakramenten und den Austausch von Pfarrern zur Folge.<br>Darum hei\u00dft es in der Grundordnung der Selbst\u00e4ndigen Evangelisch-Lutherischen Kirche: \u201aDie Selbst\u00e4ndige Evangelisch-Lutherische Kirche pflegt Kirchengemeinschaft mit allen Kirchen, die Lehre und Handeln in gleicher Weise an die Heilige Schrift und das lutherische Bekenntnis binden. Sie verwirft die der Heiligen Schrift und den lutherischen Bekenntnissen widersprechenden Lehren und ihre Duldung sowie jede Union, die gegen Schrift und Bekenntnis verst\u00f6\u00dft. Sie wei\u00df sich darin einig mit der rechtgl\u00e4ubigen Kirche aller Zeiten (Grundordnung d. SELK, Artikel 21).\u2018<br>Kirchengemeinschaft findet demnach ihre Grenzen dort, wo uns eine Lehre und ein Verhalten begegnen, die dem Wort Gottes entgegenstehen. Dann ist die Kirche n\u00e4mlich verpflichtet, dagegen Zeugnis abzulegen, notfalls unter Aufrechterhaltung einer schmerzlichen Trennung. Auch das ist Teil einer \u00f6kumenischen Verpflichtung.<br>Die Einheit der Kirche kommt am lebendigsten, deutlichsten und umfassendsten als Gemeinschaft am Altar zum Ausdruck. Dort reicht uns Christus seinen Leib und Blut zur Vergebung der S\u00fcnden und schlie\u00dft uns zusammen zu einer Gemeinde. So stiftet die Abendmahlsgemeinschaft auch Kirchengemeinschaft. Aber nirgendwo ist die Einheit der Kirche auch mehr gef\u00e4hrdet als bei diesem Geschehen. Wir zerst\u00f6ren sie n\u00e4mlich, wenn wir uns nicht gemeinsam zu dem bekennen, was Christus uns in seinem Wort und Sakrament schenkt, sondern unsere Unterschiede im Bekenntnis vorschnell \u00fcbergeben.<br>Die Gemeinschaft am Altar soll denen offen stehen, die das Bekenntnis zur wahren Gegenwart von Leib und Blut des Herrn im Sakrament ablegen, \u201ef\u00fcr uns gegeben und vergossen zur Vergebung der S\u00fcnden\u201c. Dieses Bekenntnis darf dabei durch Duldung entgegenstehender Lehre nicht in Frage gestellt werden. Das bedeutet praktisch: Jeder Pfarrer ist zu seelsorgerlicher Achtsamkeit verpflichtet. Christen aus solchen Kirchen, mit denen keine Kirchengemeinschaft besteht, k\u00f6nnen zum Heiligen Abendmahl nur zugelassen werden, wenn ernste seelsorgerliche Gr\u00fcnde dies gebieten.<br>Die Liebe zu allen Christen legt dem Pfarrer eine gro\u00dfe Verantwortung auf: Er soll helfen, dass jeder das Sakrament zu seinem Heil empf\u00e4ngt und nicht zum Gericht, indem er den Leib Christi nicht unterscheidet von anderer Speise (1. Kor. 11,29). Er steht daf\u00fcr ein, dass die biblischen Aussagen \u00fcber die wahre Gegenwart des Leibes und Blutes Christi nicht relativiert werden. Wenn ein Pfarrer Gl\u00e4ubigen aus anderen Kirchen das Sakrament reichen will, hat er zu pr\u00fcfen, ob sie dem zustimmen, was Luther im Kleinen Katechismus erl\u00e4utert, und ob sie ihren Glauben an die wahre Gegenwart von Leib und Blut Christi bekennen wollen.<br>Wer das Heilige Mahl mit diesem Verst\u00e4ndnis empf\u00e4ngt, gilt als aufgenommen in die Gemeinschaft der evangelisch-lutherischen Kirche in der Zuversicht, \u201esich durch Gottes Wort und Geist in der Kirchengemeinschaft des reinen Evangeliums und der einsetzungsgem\u00e4\u00dfen Sakramentsverwaltung festmachen zu lassen\u201c. Insbesondere ist jeder Pfarrer gehalten, einen Sterbenden, der nach dem Sakrament verlangt, nicht ohne diesen Trost zu lassen.<br>Werden evangelisch-lutherische Christen in Gemeinden solcher Kirchen zum heiligen Abendmahl eingeladen, mit denen keine Kirchengemeinschaft besteht, sollen sie wissen und bedenken, dass mit dem Abendmahlsempfang die Gemeinschaft mit der Kirche aufgenommen wird, die eingeladen hat. Sie bekennen dadurch, dass die dort vertretene Lehre und Praxis schriftgem\u00e4\u00df sei.<br>Ist das nicht der Fall, darf das pers\u00f6nliche Verlangen nach dem Sakrament sie nicht allein bestimmen. So schmerzlich es im Einzelfalle sein mag: Wir sollen eher verzichten als einem unrechten Umgang mit der Gabe Christi stillschweigend zustimmen.\u201c (Quelle: <a href=\"https:\/\/www.selk.de\/index.php\/a-z\/lexikon-k\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.selk.de\/index.php\/a-z\/lexikon-k<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Was hei\u00dft das konkret?<\/p>\n\n\n\n<p>Am Abendmahl in unserer Kirche kann teilnehmen, wer in der Selbst\u00e4ndigen Evangelisch-Lutherischen Kirche zum Abendmahl zugelassen ist oder durch die Teilnahme am heiligen Abendmahl in diese Kirchen- und Abendmahlsgemeinschaft eintreten m\u00f6chte. Das Gespr\u00e4ch vor dem Gottesdienst soll dazu dienen, dies mit dem Pastor zu kl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Vorbereitung auf den Empfang des heiligen Abendmahls, empfiehlt sich zudem die Auseinandersetzung mit den Christlichen Fragest\u00fccken <strong>f\u00fcr die, so zum Sakrament gehen wollen, mit ihren Antworten, gestellt durch Dr. Martin Luther:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Glaubst du, da\u00df du ein S\u00fcnder bist? <\/strong>Ja, ich glaube es, ich bin ein S\u00fcnder.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Wie wei\u00dft du das? <\/strong>Aus den zehn Geboten; die hab ich nicht gehalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Sind dir deine S\u00fcnden auch leid? <\/strong>Ja, es ist mir leid, da\u00df ich wider Gott ges\u00fcndigt habe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. Was hast du denn mit deinen S\u00fcnden bei Gott verdient? <\/strong>Seinen Zorn und Ungnade, zeitlichen Tod und ewige Verdammnis.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. Hoffest du auch selig zu werden? <\/strong>Ja, ich hoffe es.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6. Was tr\u00f6stest du dich denn? <\/strong>Meines lieben Herrn Jesu Christi.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7. Wer ist Christus? <\/strong>Gottes Sohn, wahrer Gott und Mensch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>8. Wie viel sind G\u00f6tter? <\/strong>Nur einer, aber drei Personen, Vater, Sohn und Heiliger Geist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9. Was hat denn Christus f\u00fcr dich getan, da\u00df du dich seiner tr\u00f6stest? <\/strong>Er ist f\u00fcr mich gestorben und hat sein Blut am Kreuz f\u00fcr mich vergossen zur Vergebung der S\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10. Ist der Vater auch f\u00fcr dich gestorben? <\/strong>Nein; denn der Vater ist nur Gott und der Heilige Geist auch; aber der Sohn ist wahrer Gott und wahrer Mensch f\u00fcr mich gestorben und hat sein Blut f\u00fcr mich vergossen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>11. Woher wei\u00dft du das? <\/strong>Aus dem heiligen Evangelium und aus den Worten vom Sakrament, und bei seinem Leib und Blut, im Sakrament mir zum Pfand gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>12. Wie lauten die Worte? <\/strong>Unser Herr Jesus Christus in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach&#8217;s und gab&#8217;s seinen J\u00fcngern und sprach: Nehmet hin und esset; das ist mein Leib, der f\u00fcr euch gegeben wird; solches tut zu meinem Ged\u00e4chtnis.<br>Desselbigengleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte und gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus; dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut, das f\u00fcr euch vergossen wird zur Vergebung der S\u00fcnden; solches tut, so oft ihrs trinket, zu meinem Ged\u00e4chtnis.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>13. So glaubst du, da\u00df im Sakrament der wahre Leib und Blut Christi sei? <\/strong>Ja, ich glaube es.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>14. Was bewegt dich denn, das zu glauben? <\/strong>Das Wort Christi: Nehmet hin und esset; das ist mein Leib; nehmet hin und trinket alle daraus; das ist mein Blut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>15. Was sollen wir tun, wenn wir seinen Leib essen und sein Blut trinken und das Pfand also nehmen? <\/strong>Seinen Tod und Blutvergie\u00dfen verk\u00fcndigen und gedenken, wie er uns gelehret hat; Solches tut, so oft ihrs trinket, zu meinem Ged\u00e4chtnis.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>16. Warum sollen wir seines Todes gedenken und denselben verk\u00fcndigen? <\/strong>Da\u00df wir lernen glauben, da\u00df keine Kreatur hat k\u00f6nnen genug tun f\u00fcr unsere S\u00fcnden, denn Christus, wahrer Gott und Mensch, und da\u00df wir lernen erschrecken vor unseren S\u00fcnden und dieselbigen lernen gro\u00df achten, und uns sein allein freuen und tr\u00f6sten und also durch denselbigen Glauben selig werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>17. Was hat ihn denn bewogen, f\u00fcr deine S\u00fcnden zu sterben und daf\u00fcr genug zu tun? <\/strong>Die gro\u00dfe Liebe zu seinem Vater, zu mir und anderen S\u00fcndern, wie geschrieben steht: Joh. 14,31; 15,18; R\u00f6m. 5,6-8; Gal. 2,20; Eph. 5,2.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>18. Endlich aber, warum willst du zum Sakrament gehen? <\/strong>Auf da\u00df ich lerne glauben, da\u00df Christus um meiner S\u00fcnde willen und aus gro\u00dfer Liebe gestorben sei, wie gesagt, und darnach auch von ihm lerne, Gott und meinen N\u00e4chsten lieben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>19. Was soll einen Christen vermahnen und reizen, das Sakrament des Altars oft zu empfangen? <\/strong>Von Gottes wegen soll ihn beides, des Herrn Christi Gebot und Verhei\u00dfung, darnach auch seine eigene Not, so ihm auf dem Halse liegt, treiben, um welcher willen solch Gebieten, Locken und Verhei\u00dfung geschieht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>20. Wie soll ihm aber ein Mensch tun, wenn er solche Not nicht f\u00fchlen kann, oder keinen Hunger noch Durst zum Sakrament empfindet? <\/strong>Dem kann nicht besser geraten werden, als da\u00df er erstlich in seinen Busen greife und f\u00fchle, ob er auch Fleisch und Blut habe, und glaube doch der Schrift, was sie davon sagt: Gal. 5,17; R\u00f6m. 7,18.<br>Zum andern, da\u00df er um sich sehe, ob er auch noch in der Welt sei, und denke, da\u00df es an S\u00fcnden und Not nicht fehlen werde, wie die Schrift sagt: Joh. 15,18-21 und 16,33; 1. Joh. 2,15-17 und 5,19.<br>Zum dritten, so wird er auch den Teufel um sich haben, der ihm mit L\u00fcgen und Morden Tag und Nacht keinen Frieden innerlich und \u00e4u\u00dferlich lassen wird, wie ihn die Schrift abmalet: Joh. 8,44 und 14,30; 1. Pet. 5,8; Eph. 6,11.12 und 2. Tim. 2,25.26.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"has-accent-color has-text-color\" id=\"AbendmahlGeschlossenerTisch\"><strong>Die Praxis des geschlossenen Abendmahlstisches<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Auf welcher theologischen Grundlage basiert der \u201egeschlossene Abendmahlstisch\u201c?<\/p>\n\n\n\n<h3>Es geht nicht darum, Menschen vom Heil auszuschlie\u00dfen<\/h3>\n\n\n\n<p>Einen endg\u00fcltig \u201egeschlossenen Abendmahlstisch\u201c wird es erst bei der Wiederkunft Christi geben, so schildert es Christus selber in seinem Gleichnis von den zehn Jungfrauen in Matth\u00e4us 25,10-12. <br>Wenn die lutherische Kirche die Praxis \u00fcbt, Glieder anderer Kirchen nicht bei sich zur Kommunion zuzulassen, dann geht es nicht darum, Menschen vom Heil auszuschlie\u00dfen und die letzte Scheidung zwischen drinnen und drau\u00dfen schon einmal in die Gegenwart zu verlegen.<br>Sie ma\u00dft sich damit erst recht nicht an, die einzige christliche Kirche zu sein. Sie hat vielmehr andere ernstliche Gr\u00fcnde f\u00fcr die Beibehaltung dieser Praxis.<\/p>\n\n\n\n<h3>Voraussetzung ist die Taufe<\/h3>\n\n\n\n<p>Voraussetzung f\u00fcr die Teilnahme am heiligen Mahl ist zun\u00e4chst einmal die Taufe. Nur wer durch die Taufe Kind Gottes geworden ist, ist auch an den Tisch im Vaterhaus Gottes eingeladen. Daher mussten in der fr\u00fchen Zeit der Kirche Ungetaufte den Gottesdienst vor Beginn der Sakramentsfeier verlassen. Darum geht es wohl auch schon in 1.Kor. 16,22 <sup>1<\/sup> , der am Anfang der Abendmahlsliturgie verlesen wurde.<\/p>\n\n\n\n<h3>Zu einem Leib zusammengeschlossen<\/h3>\n\n\n\n<p>Im selben Brief schreibt Paulus: \u201eWer so isst und trinkt, dass er den Leib des Herrn nicht achtet, der isst und trinkt sich selber zum Gericht.\u201c (1.Kor. 11,29) Eindr\u00fccklich weist er darauf hin, dass man sich mit der Teilnahme am heiligen Abendmahl auch schaden kann. Dies geschieht, wenn man \u201eden Leib des Herrn nicht achtet\u201c.<br>Damit ist ein Doppeltes gemeint: <br>Zum einen, dass man die Teilnahme am heiligen Abendmahl nur f\u00fcr seine Privatangelegenheit h\u00e4lt und nicht wahrnimmt, dass man durch das heilige Mahl mit den anderen Kommunikanten zu dem einen Leib des Herrn zusammengeschlossen wird. Wer sich lieblos oder unvers\u00f6hnlich gegen\u00fcber denen verh\u00e4lt, mit denen er die heilige Speise empf\u00e4ngt, \u201eachtet den Leib des Herrn nicht\u201c. <br>Dies geschieht zum anderen aber auch da, wo man glaubt, nur ein St\u00fcck Brot und einen Schluck Wein im Sakrament zu empfangen. <br>Wer die klaren Schriftworte Christi nicht wahrnimmt oder sie umdeutet, erkennt die wahre Gabe des Sakraments nicht und schadet sich gerade so, indem er diese Gabe empf\u00e4ngt, ohne sie zu achten.<\/p>\n\n\n\n<h3>Vor dem Mahl das Gespr\u00e4ch mit dem Pastor suchen<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn die lutherische Kirche Glieder anderer Kirchen bittet, vor der ersten Teilnahme am heiligen Mahl das Gespr\u00e4ch mit dem Pastor zu suchen, dann m\u00f6chte sie verhindern, dass Menschen sich das Sakrament zum Gericht nehmen. Sie w\u00fcrde sich schuldig machen, wenn sie verschweigen w\u00fcrde, was ihr zu bezeugen aufgetragen ist.<\/p>\n\n\n\n<h3>Die Teilnahme am Heiligen Mahl ist keine Privatsache<\/h3>\n\n\n\n<p>Doch sollte man es nicht jedem selber \u00fcberlassen, ob er zum Sakrament kommen will oder nicht? <br>Wir h\u00f6rten schon: Die Teilnahme am heiligen Mahl ist nicht nur meine Privatangelegenheit. Ich werde eingebunden, ja, hineingezogen in die Gemeinschaft derer, mit denen ich das Sakrament empfange.<br>Darum sollte ich auch Ja sagen k\u00f6nnen zu dem, was bei dieser Sakramentsfeier bekannt wird, und das Bekenntnis derer teilen, die mit mir das Sakrament empfangen.<br>Es geht hier schlicht und einfach um Ehrlichkeit. Wenn ich aber das Bekenntnis der lutherischen Kirche teile, dann kann ich nicht am n\u00e4chsten Sonntag an einer Sakramentsfeier teilnehmen, die dieses Bekenntnis gerade nicht teilt, sondern verschleiert.<br>Dies ist etwa in den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) der Fall, die die sogenannte \u201eLeuenberger Konkordie\u201c unterschrieben und damit die reformierte Abendmahlslehre als richtige Auslegung der Abendmahlsworte Jesu anerkannt haben.<br>Wer an Sakramentsfeiern in unserer lutherischen Kirche teilnimmt,den bitten wir darum, nicht zugleich in Kirchen mit einem anderen Abendmahlsbekenntnis zu kommunizieren. Und wer erkannt hat, was die Gabe des Sakraments nach den Worten Christi tats\u00e4chlich ist, der wird dann auch in der Kirche zu Hause sein wollen, die diese Gabe klar und unmissverst\u00e4ndlich bekennt. Und er wird dann schlie\u00dflich auch Martin Luther recht geben, der sich zu dem Thema klar und deutlich ge\u00e4u\u00dfert hat.<\/p>\n\n\n\n<h3>Was sagt Martin Luther zu dem Thema?<\/h3>\n\n\n\n<p>Martin Luther sagt: \u201eEs ist mir schrecklich zu h\u00f6ren, dass in einerlei Kirche oder bei einerlei Altar sollten beide Teile einerlei Sakrament haben und empfangen, und ein Teil sollte glauben, es empfange nur Brot und Wein, das andere aber glauben, es empfange den wahren Leib und Blut Christi. Und oft zweifle ich, ob\u2019s zu glauben sei, dass ein Prediger oder Seelsorger so verstockt und boshaft sein k\u00f6nnte und hierzu stillschweigen und beide Teile lasse also gehen, ein jeglicher in seinem Wahn, dass sie einerlei Sakrament empfangen, ein jeglicher nach seinem Glauben.\u201c<br>(Pfr. Dr. Gottfried Martens)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><sup>1<\/sup> <em>Wenn jemand den Herrn nicht liebhat, der sei verflucht. Maranata! (= \u201eUnser Herr, komm!\u201c oder \u201eUnser Herr kommt!\u201c)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Herr Jesus Christus in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach\u2019s und gab\u2019s seinen J\u00fcngern und sprach: \u201eNehmet hin und esset: Das ist + mein Leib, der f\u00fcr euch gegeben wird. 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