{"id":983,"date":"2023-05-04T20:31:39","date_gmt":"2023-05-04T20:31:39","guid":{"rendered":"https:\/\/halle-selk.de\/?page_id=983"},"modified":"2023-05-04T20:31:41","modified_gmt":"2023-05-04T20:31:41","slug":"jahreslosung-2023","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/halle-selk.de\/?page_id=983","title":{"rendered":"Jahreslosung 2023"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"is-layout-flex wp-container-3 wp-block-columns\">\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"724\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/TitelBrief2023-01_Jahreslosung-724x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-688\" srcset=\"https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/TitelBrief2023-01_Jahreslosung-724x1024.jpg 724w, https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/TitelBrief2023-01_Jahreslosung-212x300.jpg 212w, https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/TitelBrief2023-01_Jahreslosung-768x1086.jpg 768w, https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/TitelBrief2023-01_Jahreslosung-1086x1536.jpg 1086w, https:\/\/halle-selk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/TitelBrief2023-01_Jahreslosung.jpg 1240w\" sizes=\"(max-width: 724px) 100vw, 724px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Motiv von Stefanie Bahlinger, M\u00f6ssingen,<\/em><br><a href=\"http:\/\/www.verlagambirnbach.de\"><em>www.verlagambirnbach.de<\/em><\/a><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<h3>Gedanken zur Jahreslosung<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Und sie nannte den Namen des HERRN, der mit ihr redete:<\/strong><br><strong><u>Du bist ein Gott, der mich sieht<\/u>.<\/strong><br><strong>(1. Mose 16,13)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Leser, es gibt ein Denken, das auch in Deutschland, vor allem in intellektuellen Kreisen, immer mehr um sich greift und das die Menschen wieder als Angeh\u00f6rige verfeindeter Gruppen ansieht. Dabei handelt es sich nicht \u2013 wie in fr\u00fcheren dunklen Zeiten der Geschichte \u2013 um die Gruppen der Arbeiter und Kapitaleigent\u00fcmer oder Arier und Nichtarier, sondern um \u201eT\u00e4ter\u201c und \u201eOpfer\u201c. Zur Gruppe der \u201eT\u00e4ter\u201c z\u00e4hlen demnach vor allem wei\u00dfe und\/oder m\u00e4nnliche Menschen. \u201eOpfer\u201c hingegen sind weiblich oder irgendein anderes der (laut der hochproblematischen[!] Gender- und Queerforschung) unz\u00e4hligen Geschlechter und\/oder schwarz. Wer so denkt, w\u00fcrde Hagar, die das Bekenntnis ausspricht, das die Jahreslosung ist, wahrscheinlich schnell als Opfer ansehen und der Fall w\u00e4re klar und abgeschlossen. Aber so ist Gott nicht. Gott sieht das ganze Bild und er sieht Hagar mit ihrer ganz individuellen Geschichte:<\/p>\n\n\n\n<p>Er sieht sie als die Magd, die er seinen Dienern Abram und Sara an die Seite gestellt hat. Er sieht, wie sie, als Abram und Sara Gottes Erbenverhei\u00dfung nicht vertrauen und gegen das 6. Gebot handeln, zur Zweitfrau Abrams wird. Er sieht, wie in Hagar ein Sohn heranw\u00e4chst und sie trotzig und stolz gegen\u00fcber Sara wird. Er sieht, wie sie Sara als ihre Chefin und Konkurrentin verachtet. Gott sieht, wie dann im Gegenzug Sara absch\u00e4tzig mit ihr umgeht und Hagar schlie\u00dflich aus ihrem Dienst wegl\u00e4uft und in die W\u00fcste flieht. Gott sieht aber nicht nur zu, wie das Schicksal seinen Lauf nimmt. Er handelt. Gott l\u00e4sst Hagar, obwohl sie sich ihrer Berufung entzogen hat, nicht allein in der W\u00fcste. Er geht mit ihr und versorgt sie, damit sie und das Kind in ihrem Bauch nicht umkommen. Noch mehr als das: Er erscheint ihr ganz pers\u00f6nlich in einem Boten an einem Brunnen in der Ein\u00f6de. Dieser Bote ist der Sohn Gottes selbst (ein paar tausend Jahre bevor er in Jesus Mensch geworden ist), denn er spricht in der ersten Person zu ihr. Drei Dinge hat er ihr zu sagen: Zuerst ruft er sie auf, umzukehren zu Sara und Abram und sich wieder in deren Dienst zu stellen. Dann verhei\u00dft Gott auch Hagar eine gro\u00dfe Nachkommenschaft und sagt ihr, dass ihr Sohn ein wilder Typ sein wird. Daraufhin reagiert Hagar mit dem Gotteslob und Bekenntnis: <strong>\u201eDu bist ein Gott, der mich sieht.\u201c <\/strong>Hagar lobt Gott daf\u00fcr, dass er in all seiner Gnade sie nicht alleingelassen hat. Sie hat erkannt: Gott war treu, obwohl sie untreu war.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie gut, dass wir einen Gott haben, der uns sieht mit unserer ganzen Geschichte, mit all unserer Schuld, unseren Gaben und Wachstumsbereichen! Wie gut dass wir einen Gott haben, der nicht mit uns fertig ist, egal welches Geschlecht oder Hautfarbe wir haben! Der dreieinige Gott hat keine Freude daran, dass Menschen verloren gehen, sondern daran, dass wir umkehren und (ewig) leben. Deswegen gibt er uns immer wieder Chancen und ruft uns zur Umkehr. Er geht mit, er sieht uns und er ist treu. Er hat uns gesehen, lange bevor wir selber sehen konnten, und er kannte uns lange, bevor wir irgendetwas kannten. Wer so einen Gott hat, der hat auch keine Not, andere Menschen abzuschreiben, egal ob in der Gemeinde oder au\u00dferhalb. Wenn Gott uns immer wieder die Chance zur Umkehr gibt, und er uns durch den Heiligen Geist ihm immer \u00e4hnlicher macht, dann hei\u00dft das: Er schenkt uns auch, dass wir unsere N\u00e4chsten als Leute sehen, die von Gott in diesem Leben immer wieder neue Chancen bekommen wie Hagar. Deshalb sind sie nicht einfach als \u201eOpfer\u201c oder \u201eT\u00e4ter\u201c abzuqualifizieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr\/Euer Pastor Felix Hammer<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gedanken zur Jahreslosung Und sie nannte den Namen des HERRN, der mit ihr redete:Du bist ein Gott, der mich sieht.(1. Mose 16,13) Liebe Leser, es gibt ein Denken, das auch in Deutschland, vor allem in intellektuellen Kreisen, immer mehr um sich greift und das die Menschen wieder als Angeh\u00f6rige verfeindeter Gruppen ansieht. 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