Geistreiches

Acrylmalerei von Doris Hopf © Gemeindebriefdruckerei.de

Unser Gemeindebrief
An dieser Stelle veröffentlichen wir regelmäßig die Andacht aus dem derzeit aktuellen Gemeindebrief. Der Gemeindebrief selbst erscheint etwa alle 3 Monate. Er enthält verschiedene personenbezogene Daten und kann daher nicht komplett zum Download eingestellt werden. Er wird nur als gedrucktes Exemplar an Gemeindeglieder verteilt sowie in der Magdalenenkapelle ausgelegt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Gemeindebrief als pdf-Datei per E-Mail zu erhalten. Wenden Sie sich dazu bitte an das Pfarramt und legen Sie kurz Ihre Beweggründe für den gewünschten Bezug dar.

Der Brief

Und Der auf dem Thron saß, sprach:
„Siehe, ich mache alles neu!“
(Offenbarung 21,5)

Liebe Leser,
das neue Kirchenjahr hat schon begonnen und auch ein neues Jahr des Herrn naht mit schnellen Schritten. Daher liegt dem geistlichen Wort in diesem Gemeindebrief schon die Jahreslosung für 2026 zugrunde. Pfarrer i.R. Johannes Godduhn hat sich hierzu Gedanken gemacht, die ich Ihnen/Euch nicht vorenthalten möchte: „Ein Wort, das Hoffnung schenkt für das neue Jahr: Neu! Alles neu! – Nicht aufbereitet, nicht renoviert, nicht repariert, neu! Alles andere würde ja doch wieder nur in die alten Strukturen und Gesetzmäßigkeiten fallen. Nein, wir sind unterwegs auf Neues hin: ‚der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen‘ (Offb 21,1)!
Und das sagt nicht irgendwer, und schon gar kein römischer Kaiser, der seinerzeit beanspruchte ‚Gott‘ zu sein (und seit Jahrhunderten nur noch eine Randfigur der Geschichte ist), das sagt Der, Der wirklich ‚auf dem Thron sitzt‘; Der ganz am Anfang sprach: ‚Es werde‘ und ‚es ward‘! ‚Und siehe, es war sehr gut‘! Das ist unsere Perspektive als Christen, die ja noch mitten im Alten sind, auch wenn ein neues Jahr beginnt!
Es ist das Versprechen des lebendigen Gottes für das, was kommt. Aber Er hat auch jetzt die Seinen im Blick, sieht unsere Nöte, nimmt sie wahr und ist ganz nahe, auch im Hier und Heute. Er sieht die Tränen, die geweint werden – und Er wird sie abwischen; Er sieht den Tod und die tiefe Trauer, das Leid und den Kummer, hört das Schreien und Seufzen, nimmt den Schmerz wahr und die bitteren Enttäuschungen – damals wie heute. Und Er verspricht grundlegende Abhilfe!
Die Lasten und Nöte haben nicht das letzte Wort! Er, Der ‚das A und das O ist‘, ‚Der da ist und Der da war und Der da kommt‘, Er hat die Macht! Das Ende für uns, die wir zu Ihm gehören, ist nicht das Chaos, ist nicht die Verzweiflung, sondern ‚neuer Himmel und neue Erde‘ – alles neu und heil.
Das hört sich ja nun doch sehr nach Vertröstung an: irgendwann – und was ist mit heute, was ist nun mit 2026, an dessen Anfang wir stehen?
Für uns und den Weg ins neue Jahr gilt: Christus hat dem Tode die Macht genommen, ein für alle Mal und sagt uns zu: ‚Ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende‘! Wo der Tod nicht mehr herrscht, da wird es auch im Hier und Jetzt schon neu, denn ‚das Alte ist vergangen, siehe Neues ist geworden‘! Mit dem Sieg unseres Herrn über den Tod bricht schon jetzt das Neue in unser Leben und wird auch in 2026 Leid, Geschrei und Schmerz heilen.
Mit Ihm und an Seiner Hand gehen wir in das neue Jahr und hoffen nicht auf den St. Nimmerleinstag, sondern auch hier und heute schon auf das Neue, auf Heil, weil Er es zusagt und weil Er mitgeht.
In diesem Sinne Ihnen und euch allen einen zuversichtlichen und hoffnungsvollen Jahreswechsel!“
Dem schließe ich mich voll und ganz an.

Ihr/Euer Pastor Felix Hammer